Ein schöner Bericht auf der Homepage des Veranstalters OSCA fasst das 2.5 Stunden-Rennen in Arth sehr gut zusammen.
Am Schluss fehlten uns nach 17'960m gesegelte Distanz nur 333m bei der berechneten Distanz auf den Sieger: Resultat
Der Saisonhöhepunkt im YCZ ist alle Jahre die Regattawoche Mitte August. Dieses Jahr startete das Team vuvuzela an vier Abenden. Am Freitag konnten wir nicht starten, glücklicherweise für uns war der Wind an diesem Abend zu schwach für einen Lauf. So zählten die ersten vier Läufe, von welchen wir die ersten drei gewannen und im vierten Lauf als Zweiter ins Ziel kamen.
Rangliste - mehr Bilder vom YCZ
Eine Woche nach der 50-Meilen Trophy ging es für die vuvuzela weiter Richtung Urnersee – der Uristier-Cup stand an, ausgetragen am Wochenende vom 27./28. Juni. Die Wetterprognose versprach weiterhin hochsommerliches Wetter mit der Möglichkeit auf Gewitter. Die grosse Frage im Vorfeld: Baut sich im Urnersee die gewohnte Thermik auf? Die Antwort kam am Wochenende selbst und fiel positiv aus – am Samstag reichte es für zwei schöne Läufe, am Sonntag sogar für zwei ganze und einen abgekürzten Lauf, auch wenn es im Hafen Brunnen am Sonntagmorgen zunächst noch kurz regnete.
Verstärkung gab es diesmal ebenfalls: Beat Stocker stiess zum Team, und so segelten wir zu fünft. Seine Erfahrung war deutlich spürbar und tat der Crew sichtlich gut.
Eingeteilt waren wir in der Klasse "Race Open", zusammen mit einer Quant 30 und einer Lago 26. Uns war klar: Die Quant 30 würde schwer zu schlagen sein. Unser Ziel war entsprechend nüchtern gesteckt – die Haut so teuer wie möglich verkaufen.
Und das gelang eindrücklich. Jeder Start beim Startschiff sass, und auf der Startkreuz konnten wir uns meistens vom übrigen Feld absetzen. Einzig die Quant 30 blieb ausser Reichweite. So beendeten wir die ersten vier Läufe jeweils auf Rang zwei, mehr oder weniger dicht hinter der Quant. Erst im letzten Lauf am Sonntag, bei bereits sterbender Thermik, konnten wir den abgekürzten Lauf für uns entscheiden – ein schöner Abschluss für ein starkes Wochenende.
Die wechselnden Windstärken hielten uns auf Trab und sorgten für einen Ausflug durch die ganze Vorsegelgarderobe: Der erste Lauf wurde noch mit der kleinen Fock gesegelt, danach folgte der Wechsel auf die grosse. Auch bei den Gennakern zeigte sich rasch, dass der Kleinere zu wenig Zug entwickelte, weshalb wir zwischen den Läufen ebenfalls auf den grossen Gennaker umstellten.
Was bleibt, ist die Erinnerung an ein wunderbares Segelwochenende in einem der schönsten Reviere der Schweiz – vier starke zweite Plätze hinter einer kaum zu schlagenden Quant 30, und ein versöhnlicher Sieg im letzten, abgekürzten Lauf zum Schluss.
Der Segelklub Stansstad rief zur diesjährigen 50-Meilen Trophy, und die vuvuzela war natürlich am Start – wenn auch nicht ganz in gewohnter Mannschaftsstärke. Jonas fiel uns verletzungsbedingt aus, und so entschieden wir kurzerhand, zu viert anzutreten. Weniger Hände an Bord, dafür mehr Aufgaben pro Kopf – so kennen wir das ja mittlerweile.
Die Windprognose war schon im Vorfeld eher bescheiden: leichtwindig, hiess es. Trotzdem liessen wir uns die Vorfreude nicht nehmen, und der Start bei Sonnenaufgang vor Stansstad entschädigte gleich für vieles – so ein Bild auf dem Vierwaldstättersee vergisst man nicht so schnell.
Bis zur Nas kämpften wir uns mit dem, was der See an leichten Winden hergab, einigermassen vorwärts – offenbar mit Erfolg: An diesem Punkt lagen wir als drittes Schiff im Feld. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Die Nas sollte sich als der entscheidende Wertungspunkt herausstellen, denn später wurde die Rangliste aufgrund der stillen Wertung genau an dieser Stelle erstellt. Unser dritter Platz an der Nas war also am Ende mehr wert, als wir in dem Moment ahnten.
Danach frischte es kurz auf und brachte uns quer über den See ans gegenüberliegende Ufer des Gersauer Beckens. Kurzer Moment der Hoffnung – der aber gleich wieder erstickt wurde.
Denn das Gersauer Becken empfing uns danach mit gähnender Windstille. Absolute Flaute. Wir trieben dort stundenlang mit den umliegenden Motorbooten um die Wette. Der Vakaros hielt gnadenlos fest, was Sache war: Durchschnittsgeschwindigkeit 1.46 Knoten. Zum Vergleich: Das schwimmt man fast schneller.
Gegen vier Uhr war für uns Schluss. Vor dem Hafen Fallenbach zogen wir die Reissleine, gaben auf und legten die vuvuzela dort an – praktischerweise ohnehin der Starthafen für den Uristier-Cup, der eine Woche später anstand. Insofern: kein verlorener Weg, sondern eher ein früher Check-in.
Trost gibt's reichlich: Das Ziel erreichte an diesem Tag niemand. Bei diesen Verhältnissen war das Rennen schlicht nicht zu Ende zu segeln – nicht für uns, nicht für sonst irgendwen im Feld. Manchmal gewinnt an solchen Tagen einfach der See – und diesmal hatten wir mit Rang 3 an der Nas sogar noch das Glück auf unserer Seite.
Fazit: Ein Traumstart, ein starker dritter Platz an der entscheidenden Wertungsmarke, eine Ehrenrunde mit den Motorbooten – und ein Boot in Brunnen, ohne Überführungstörn, dafür mit einem geschenkten Segelnachmittag auf dem Urnersee in der Woche vor dem Uristier-Cup.
Unsere einzige auswärtige Regatta brachte uns im Juni an den Vierwaldstättersee, genauer nach Stansstad. Der Kurs führt nach einem frühen Start von Stansstad zur Tellsplatte im Urnersee und zurück. Eingeteilt in der Open Racer Klasse hatten wir nur zwei Gegner: die beiden lokalen Quant 30.
![]() |
Start mit dem Sonnenaufgang![]() |
Nach dem frühen Start ging es bei leichtem Wind dem Bürgenstock entlang durch Engstelle und danach weiter im Gersauer. Bis dahin waren uns die beiden Quants entwischt, wir entschieden uns dann Gersau grossräumig zu umfahren und konnte die Führung übernehmen. Als führendes Schiff in den Urnersee eintauchen war motivierend, aber uns war auch klar, dass wir uns gegen die beiden Quant mit ihren Foils und Ausleger in der Urnersee Thermik nicht verteidigen können.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Wir blieben dran und so kam auf dem Rückweg zwischendurch doch nochmals etwas Spannung auf. Am Schluss kannten die beiden lokalen Kenner dann die verschiedenen Tricks an den unterschiedlichen Stellen doch besser... Wir kamen als drittes Boot ins Ziel und waren zufrieden.
![]() |
Wir genossen das Rennen sehr. Landschaftlich abwechslungsreich und dazu die taktischen Herausforderungen der verschiedenen lokalen Winden boten ein kurzweiliges Rennen.
Auch erwähnt werden muss die super Organisation und entspannte Stimmung am Land.
die Rangliste, Bericht und Bilder auf der VC-CUP Homepage.
PS: Den Erfolg unserer letzten Teilnahme vor dreissig Jahre konnten wir nicht ganz erreichen :-)