Montag, 10. August 2026

Uristier-Cup 2026: Fünf an Bord, vier zweite Ränge und ein versöhnlicher Lauf zum Abschluss

 Eine Woche nach der 50-Meilen Trophy ging es für die vuvuzela weiter Richtung Urnersee – der Uristier-Cup stand an, ausgetragen am Wochenende vom 27./28. Juni. Die Wetterprognose versprach weiterhin hochsommerliches Wetter mit der Möglichkeit auf Gewitter. Die grosse Frage im Vorfeld: Baut sich im Urnersee die gewohnte Thermik auf? Die Antwort kam am Wochenende selbst und fiel positiv aus – am Samstag reichte es für zwei schöne Läufe, am Sonntag sogar für zwei ganze und einen abgekürzten Lauf, auch wenn es im Hafen Brunnen am Sonntagmorgen zunächst noch kurz regnete.

Verstärkung gab es diesmal ebenfalls: Beat Stocker stiess zum Team, und so segelten wir zu fünft. Seine Erfahrung war deutlich spürbar und tat der Crew sichtlich gut.

Eingeteilt waren wir in der Klasse "Race Open", zusammen mit einer Quant 30 und einer Lago 26. Uns war klar: Die Quant 30 würde schwer zu schlagen sein. Unser Ziel war entsprechend nüchtern gesteckt – die Haut so teuer wie möglich verkaufen.

Und das gelang eindrücklich. Jeder Start beim Startschiff sass, und auf der Startkreuz konnten wir uns meistens vom übrigen Feld absetzen. Einzig die Quant 30 blieb ausser Reichweite. So beendeten wir die ersten vier Läufe jeweils auf Rang zwei, mehr oder weniger dicht hinter der Quant. Erst im letzten Lauf am Sonntag, bei bereits sterbender Thermik, konnten wir den abgekürzten Lauf für uns entscheiden – ein schöner Abschluss für ein starkes Wochenende.

Die wechselnden Windstärken hielten uns auf Trab und sorgten für einen Ausflug durch die ganze Vorsegelgarderobe: Der erste Lauf wurde noch mit der kleinen Fock gesegelt, danach folgte der Wechsel auf die grosse. Auch bei den Gennakern zeigte sich rasch, dass der Kleinere zu wenig Zug entwickelte, weshalb wir zwischen den Läufen ebenfalls auf den grossen Gennaker umstellten.

Was bleibt, ist die Erinnerung an ein wunderbares Segelwochenende in einem der schönsten Reviere der Schweiz – vier starke zweite Plätze hinter einer kaum zu schlagenden Quant 30, und ein versöhnlicher Sieg im letzten, abgekürzten Lauf zum Schluss.

Rangliste

Samstagnachmittag nach den beiden Läufen








Donnerstag, 6. August 2026

50-Meilen Trophy - heisse Stunden auf dem See

 Der Segelklub Stansstad rief zur diesjährigen 50-Meilen Trophy, und die vuvuzela war natürlich am Start – wenn auch nicht ganz in gewohnter Mannschaftsstärke. Jonas fiel uns verletzungsbedingt aus, und so entschieden wir kurzerhand, zu viert anzutreten. Weniger Hände an Bord, dafür mehr Aufgaben pro Kopf – so kennen wir das ja mittlerweile.

Die Windprognose war schon im Vorfeld eher bescheiden: leichtwindig, hiess es. Trotzdem liessen wir uns die Vorfreude nicht nehmen, und der Start bei Sonnenaufgang vor Stansstad entschädigte gleich für vieles – so ein Bild auf dem Vierwaldstättersee vergisst man nicht so schnell.

Bis zur Nas kämpften wir uns mit dem, was der See an leichten Winden hergab, einigermassen vorwärts – offenbar mit Erfolg: An diesem Punkt lagen wir als drittes Schiff im Feld. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Die Nas sollte sich als der entscheidende Wertungspunkt herausstellen, denn später wurde die Rangliste aufgrund der stillen Wertung genau an dieser Stelle erstellt. Unser dritter Platz an der Nas war also am Ende mehr wert, als wir in dem Moment ahnten.

Danach frischte es kurz auf und brachte uns quer über den See ans gegenüberliegende Ufer des Gersauer Beckens. Kurzer Moment der Hoffnung – der aber gleich wieder erstickt wurde.

Denn das Gersauer Becken empfing uns danach mit gähnender Windstille. Absolute Flaute. Wir trieben dort stundenlang mit den umliegenden Motorbooten um die Wette. Der Vakaros hielt gnadenlos fest, was Sache war: Durchschnittsgeschwindigkeit 1.46 Knoten. Zum Vergleich: Das schwimmt man fast schneller.

Gegen vier Uhr war für uns Schluss. Vor dem Hafen Fallenbach zogen wir die Reissleine, gaben auf und legten die vuvuzela dort an – praktischerweise ohnehin der Starthafen für den Uristier-Cup, der eine Woche später anstand. Insofern: kein verlorener Weg, sondern eher ein früher Check-in.

Trost gibt's reichlich: Das Ziel erreichte an diesem Tag niemand. Bei diesen Verhältnissen war das Rennen schlicht nicht zu Ende zu segeln – nicht für uns, nicht für sonst irgendwen im Feld. Manchmal gewinnt an solchen Tagen einfach der See – und diesmal hatten wir mit Rang 3 an der Nas sogar noch das Glück auf unserer Seite.

Fazit: Ein Traumstart, ein starker dritter Platz an der entscheidenden Wertungsmarke, eine Ehrenrunde mit den Motorbooten – und ein Boot in Brunnen, ohne Überführungstörn, dafür mit einem geschenkten Segelnachmittag auf dem Urnersee in der Woche vor dem Uristier-Cup.

Rangliste

Abbruch





Freitag, 9. Januar 2026

Resultate 2025

 

RegattaResultat gesegeltResultat berechnetRangliste
Goldschäkel1.5.Link
Blauband1.            2.Link
50 Meilen Trophy3.          -Link
Weiss2 Cup - JAR1.-Link
Rigi-Anker-Cup1.2.Link
Chomer Bär--
7 o'clock Race6.-Link
Zugersee Cup-4.Link


Donnerstag, 21. August 2025

50-Meilen-Trophy

Unsere einzige auswärtige Regatta brachte uns im Juni an den Vierwaldstättersee, genauer nach Stansstad. Der Kurs führt nach einem frühen Start von Stansstad zur Tellsplatte im Urnersee und zurück. Eingeteilt in der Open Racer Klasse hatten wir nur zwei Gegner: die beiden lokalen Quant 30.

Start mit dem Sonnenaufgang

Nach dem frühen Start ging es bei leichtem Wind dem Bürgenstock entlang durch Engstelle und danach weiter im Gersauer. Bis dahin waren uns die beiden Quants entwischt, wir entschieden uns dann Gersau grossräumig zu umfahren und konnte die Führung übernehmen. Als führendes Schiff in den Urnersee eintauchen war motivierend, aber uns war auch klar, dass wir uns gegen die beiden Quant mit ihren Foils und Ausleger in der Urnersee Thermik nicht verteidigen können. 


Wir blieben dran und so kam auf dem Rückweg zwischendurch doch nochmals etwas Spannung auf. Am Schluss kannten die beiden lokalen Kenner dann die verschiedenen Tricks an den unterschiedlichen Stellen doch besser... Wir kamen als drittes Boot ins Ziel und waren zufrieden. 

Wir genossen das Rennen sehr. Landschaftlich abwechslungsreich und dazu die taktischen Herausforderungen der verschiedenen lokalen Winden boten ein kurzweiliges Rennen. 

Auch erwähnt werden muss die super Organisation und entspannte Stimmung am Land.


die Rangliste, Bericht und Bilder auf der VC-CUP Homepage.

PS: Den Erfolg unserer letzten Teilnahme vor dreissig Jahre konnten wir nicht ganz erreichen :-)



Sonntag, 3. August 2025

Goldschäkel Regatta

Die Prognosen waren nicht so vielversprechend und so zeigte sich dann auch der Start. 
Kurz vor dem Start hatte es noch etwas Wind, was uns motivierte den Code0 zu bergen - war dann die falsche Entscheidung...
Wir entschieden uns ausnahmsweise für einen Kurs aussen im See - war auch die falsche Entscheidung...
Und so konnten wir erst im Chiemen etwas zu Heron aufschliessen, welche sich aber schon deutlich abgesetzt hat und dann im aufkommendem Nordwind mit dem neuen riesigen Gennaker bis Arth einen Vorsprung von über 6 Minuten raussegelte.
Im Verlauf der Kreuz nach Immensee zurück, zeichnete sich eine Regenfront am Chiemen ab und wir haben rechtzeitig den Code0 geborgen und konnte so die Heron, welche mit einem schlecht gerollten TopGenua kämpfte, kurz vor dem Ziel noch abfangen und gewannen mit 35 Sekunden Vorsprung.


kurz nach dem Start sahs noch vielversprechend aus

dies war die entscheidenden Wende von Heron 

Ungewohntes Bild vor dem Chiemen

sehr wenig Wind an der Wendemarke Eiola

riesiger Vorsprung von Heron (der weisse Punkt am Horizont)


Die Regenfront kommt nach dem Zieldurchgang






 

Freitag, 1. August 2025

Update der Ruderaufhängung

Die Original Ruderaufhängung zeigte leichte oberflächliche Risse und knirschte unter Druck. 
Das neue Aufhängung wurde komplett in der Werft vorbereitet, die Ruderachse wurde einige cm nach hinten versetzt und die Achterstag Aufhängungen direkt integriert. 
Durch die neue Konstruktion wurden auch integrierte Klampen für die Festmacher nötig.